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Geschichte

Das ehemalige "Rittergut Wüsten-Buchholz" war zur Zeit der Renaissance lange im Besitz der "Gans Edlen zu Putlitz", einer in der Prignitz ansässigen Adelsfamilie. Danach gehörte das Anwesen verschiedenen Vertretern des Bürgertums.
Der letzte Eigentümer vor dem 2. Weltkrieg war Hans Bulsh, der das Gut 1934 von seinem Schwager erwarb. Hans Albert Bulsh war zuvor als Eigentümer des Gutes "Tonkithal" von nationalsozialistischen Vertretern der Stadt Perleberg unter der Androhung einer Enteignung "aufgefordert" worden, sein damaliges Gut zu verkaufen.
Auf dem Gelände von Tonkithal errichteten die Nazis einen Flugplatz, der schon Mitte der dreißiger Jahre den Vorbereitungen für den 2. Weltkrieg diente. Als Ersatz für "Tonkithal" kaufte Hans Bulsh das Rittergut Wüsten-Buchholz von seinem Schwager Arno Böckelmann und begann dort am 29. Juni 1934 mit dem Wirtschaften und dem Umbau des Hauses. Unter anderem wurde das Dach erneuert. Die "Biberschwänze" auf dem Dach des Haupthauses stammen aus dieser Zeit. Im November 1934 zog die Familie Bulsh dann nach Wüsten-Buchholz um. (weiter Infos über Tonkithal und die Familie Bulsh sind zu finden unter folgenden Link

Die gesamte Gutsanlage in Wüsten-Buchholz umfasste zu dieser Zeit 1859 Morgen, was einer Fläche von ca. 464 Hektar (= 4,46 Millionen Quadratmeter) entspricht. Das Dorf Wüsten-Buchholz war somit maßgeblich durch das landwirtschaftliche Gut geprägt. Neben den heute noch vorhandenen Gebäuden gehörten noch eine große Scheune gegenüber dem ehemaligen Schafstall, ein Schweinestall und ein großer Speicher zum Gut. Im Jahre 1944 verstarb Hans Bulsh,seine Witwe Martha Bulsh wurde nach dem 2. Weltkrieg im Rahmen der sozialistischen Bodenreform enteignet und vom Gut vertrieben. Danach zogen Flüchtlinge aus ehemals deutschen Gebieten nach Wüsten-Buchholz und fanden hier eine Bleibe.
In den Nachkriegsjahren führte man hier die Feiern des Dorfes zum Erntedank durch. Später nutzte die hiesige LPG die Stallgebäude für landwirtschaftliche Zwecke. Das Gutshaus selbst war durchgehend bewohnt und wurde zusätzlich als Kindergarten und Kulturraum genutzt.
Nach der Wende zwischenzeitlich als Reiterhof genutzt, konnte ich das Haus zusammen mit meiner ehemaligen Lebensgefährtin im Sommer 2007 erwerben. Danach hatten wir begonnen, dringend notwendige Reparaturen durchzuführen, die verwilderte Parkanlage in unsere Obhut zu nehmen und die Planungen für unser Seminarhaus voranzutreiben.
Die psychischen und emotionalen Belastungen durch die Größe des Hauses, der Projektidee sowie die schwierige wirtschaftliche Lage haben dazu geführt, dass uns unsere Beziehung regelrecht "um die Ohren geflogen" ist. Unsere Liebesbeziehung ist zerbrochen und meine Partnerin ist im Sommer 2008 gegangen. Nach einer schwierigen Zeit der Trennung und Neubesinnung bin ich nun auf der Suche nach einer neuen Perspektive für diesen Platz.

Gutshaus Wüstenrose ©

 

Schlossplatz 5-6, 19348 Wüsten-Buchholz

info@gutshaus-wuestenrose.de